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Der therapeutische Dackel

Freche Daumenregeln für die Arbeit mit Menschen

Vorwort
Wie es zu diesen Texten kam
Für wen diese Texte sind
Was dieses Texte wollen
Über die Sprache dieser Texte
Inhaltsverzeichnis

Wie man diese Texte lesen sollte

Bloß keine Überdosis! Diese Texte sind hoch verdichteten Wissenseinheiten. Man sollte wirklich nicht mehr als zwei nacheinander lesen. Viele Unterscheidungen sind auf kleinstem Raum untergebracht und auch die Implikatdichte ist sehr hoch. Gleichzeitig fehlt aus gutem Grund eine logische Aufeinanderfolge und der rote Faden braucht ein bisschen Zeit um zu wachsen. Deshalb lieber weniger und öfter.

Wie beim modernen Sprachenlernen sollen hier Inhalte nicht in einer möglichst perfekten Ordnung des logischen Aufeinanderfolgens, sondern ungeordnet, redundant, assoziativ erschlossen werden. Manchmal folgt auf einen Text ein zweiter, der dieselbe Sache ein klein wenig anders darstellt. Das ist beabsichtigt. Der Geist, die Kognition formt in ihrem Versuch, Sinn zu machen, Komplexes am besten selbst zusammen.

Auch wenn man anfangs nur Bruchstücke versteht, kann man einfach weiter lesen. Viele Bedeutungshöfe werden erstmal nur angerissen und dann später gefüllt und ausgebaut. Alles wichtige kommt wieder und die Atmosphäre der radikalen Dackelhaftigkeit entsteht nebenher und sowieso.

Diese Texte sollte man sich also neben das Bett oder aufs Klo legen und wie gesagt nicht mehr als zwei, höchstens drei auf einmal lesen. Wenn man dabei etwas nicht versteht, dann liegt es vielleicht daran, dass man zu dumm ist. Viel wahrscheinlicher ist es aber, dass man in den nächsten Tagen beim Weiterlesen eine Erleuchtung haben und plötzlich etwas verstehen wird, was vorher keinen Sinn machte.

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Wie es zu diesen Texten kam

Diese Texte sind von einem begeisterten Therapeuten und Ausbilder geschrieben worden, der immer wieder darunter leidet, dass auch gebildete Menschen oft eine schrecklich eingeschränkte Vorstellung von Psychotherapie haben. So war der eigentliche Arbeitstitel dieser Sammlung „Psychotherapie für den kompletten Vollidioten“, aber das ist zu beleidigend und vor allem trifft es die Sache auch wiederum nicht ganz.

Und deshalb nahm der Autor seine Tätigkeit als Ausbilder zum Anlass häufige Unterscheidungen und Daumenregeln die er für diese wunderbare Tätigkeit in Laufe seines bisherigen Berufslebens gesammelt hat, in eine jeweils kurze und einprägsame Form zu bringen. Die folgenden Seiten sind also eine lose Sammlung von kurzen, feuilletonartigen Artikeln mit brauchbaren und wichtigen Unterscheidungen aus der Psychotherapie und der Arbeit mit Menschen. Oft gipfeln die Texte in Daumenregeln, da sie auch aus der Ausbildung von Psychotherapeuten heraus entstanden und darauf angelegt sein sollen, rasch, leicht, unterhaltsam und ohne unnötigen theoretischen Ballst handhabbares Wissen und wichtige Unterscheidungen zu vermitteln. Wenn dabei kluge Redundanz, freche Metaphorik und eine verdichtete Sprache beim Verstehen helfen, so ist das sehr wohl beabsichtigt.

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Für wen diese Texte sind

Diese handhabbaren Daumenregeln und Unterscheidungen sind für jeden der professionell mit Menschen arbeitet nützlich. Besonders für Auszubildende aller Heil- und Sozialberufe. Die Herzensangelegenheit dieser Texte ist jedoch die verständliche und lebendige Darstellung von guter therapeutischer Arbeit für den mündigen Konsumenten. Für den Klienten der sich fragt, was bei dieser Sache eigentlich vorgeht und was wirklich wichtig ist. Und deshalb gelten die meisten Gedanken dieser Texte auch dem klugen und selbstbewussten Umgang mit sich selbst. Und mit dem Lebenspartner und den Kollegen und überhaupt allen anderen auch.

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Was diese Texte wollenl

In der Therapie, in der Pädagogik und in der medizinischen Arbeit hat man es mit - Menschen zu tun. Man muss mit Menschen kommunizieren. Für diese kommunikative Kompetenz braucht es diesee Texte. Einfach, klug, leichtfüßig, lässig und vor allem handlungsorientiert.
In jeder Arbeit mit Menschen weiß man meistens weniger was man tun sollte, als das, was man bedenken sollte. Man erkennt, lernt und vermittelt hauptsächlich neue Unterscheidungen. Und der Therapeut muss eher etwas sein als etwas tun. Eine Haltung einnehmen - eine fröhliche, experimentelle und unverfrorene Haltung der hartnäckigen Achtsamkeit. Eine aufgeregt forschende und nicht so leicht abzuschüttelnde Hartnäckigkeit. Eine unermüdliche Neugier für das Verborgene und Unbekannte. Eine unerschütterliche Hoffnung auf zu findende Schätze und ein unstillbarer Appetit auf Intensität. Und für diese Haltung ist uns als Wappentier der Dackel eingefallen, als Verdichtung einer Herangehensweise in der Arbeit mit Menschen als – eben therapeutischer Dackel.
Und weil es da erstmal nichts Richtiges und nichts Falsches gibt, ist es auch nicht wichtig die richtige Unterscheidung, Meinung oder Haltung zu finden. Es ist gut möglich, dass in diesem Manual etwas behauptet wird, dem wenige Seiten später auf das heftigste widersprochen wird. Weil es dort eben um einen anderen Standpunkt geht. Der auch stimmt. Relativismus hin oder her.

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Über die Sprache dieser Texte

Ton und Stil dieser Texte sind unter anderem von der panischen Angst des Autors geprägt, zu akademisch und damit nutzlos zu werden. Deshalb die knappe Form, die metaphorischen Verdichtungen und eine Sprache die aus dem Alltag kommt und lieber im Subkulturslang landet als in der Fachsprache der fleißigen Doktorarbeiter. Auch die Verweigerung einer schlüssigen und logischen Aufeinanderfolge der Inhalte stammt aus dieser Angst und natürlich aus den Erkenntnissen der modernen Lerntheorie – lieber durcheinander, redundant und dackelhaft, als logisch, langweilig und zu Tode gegliedert.

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Zahlt sich aus - die Bildungsprämie Zahlt sich aus: Die Bildungsprämie - www.bildungspraemie.info Website des Bundesministeriums für Bildung und Forschung