Aufbau und Ablauf eines idealtypischen Fortbildungswochenendes

Ein typisches Fortbildungswochenende beinhaltet meist folgende Bestandteile, kann jedoch auch von dieser Gliederung abweichen, wenn es die Situation nahelegt:

  • Körperarbeit
  • Anfangsrunde mit Erarbeitung persönlicher Konfliktthemen
  • Vorstellung des Seminarthemas
  • Ausgabe und Besprechung von Arbeitsmaterialien
  • Therapeutische Gruppen - und Triadenarbeiten
  • Demo - Arbeiten
  • ca. jedes zweite Seminar Vorstellung einer Künstler*in
  • Gestalterisches Schaffen mit der Künstler*in
  • Werkspräsentationen und - besprechungen
  • Evaluation der Prozesse

Ein Seminartag beginnt typischerweise mit Körperarbeit, um anzukommen und nebenbei nach und nach verschiedene Methoden der Selbstexploration kennen zu lernen. Dann wird nach einer bodenbildenden Anfangsrunde das jeweilige Thema des Wochenendes vorgestellt.

Dazu wird anhand von Handouts in Kleingruppen eine erste thematische Annäherung unternommen. Nach der Sammlung der Ergebnisse in der Großgruppe folgt die Bearbeitung des persönlichen Bezuges zum Thema in der Triadenarbeit. Dabei agieren die Teilnehmer*innen abwechselnd als Klient*in, Therapeut*in und aufmerksame Beobachter*in. Nach einer Mittagspause stößt bei ca. jedem zweiten Seminar dann eine Künstler*in zur Gruppe. Zunächst stellt diese ihre aktuelle Arbeit, ihren Werdegang und ihre wesentlichen Gestaltungsmittel und - prinzipen vor. Es folgt eine ca. dreistündige Sequenz unter dem Motto: „Gestalten wie ich....“, die die Künstler*in anleitet und begleitet. Die gemeinsame Besprechung der entstandenen Werke beendet den Tag. Der zweite Seminartag setzt entweder die Arbeit mit der Künstler*in fort bzw. beginnt mit Körperarbeit und Anfangsrunde und der Evaluation des künstlerischen Vortages. Wie hat die Arbeit mit dieser Künstler*in nachgewirkt, was hat sie in mir persönlich ausgelöst, was hat sie mit dem Thema des Wochenendes zu tun und vor allem, wie kann ich all das in die Arbeit mit Klienten*innen einbinden? In verdichtenden Übungsgruppen wird dann oft der Einfluß der Künstler*innen "nachgearbeitet". Am Nachmittag ist Zeit für die Differenzierung und Vertiefung der angeklungenen Themen - sowohl durch vertiefende Gesprächstriaden als auch durch angeleitete Gestaltungsarbeit. Eine Werkschau mit ausführlicher Besprechung und evtl. Erarbeitung persönlicher Hausaufgaben beendet das Seminar. Die viertägigen Seminarblöcke im jeweiligen August des Ausbildungsjahres sind eine Zeit des intensiven Eintauchens in eine Welt von Kreation, Prozess und spielerischem Arbeiten - ein dichtes und abwechslungsreiches Setting.